PAP-Abstrich (auch: Zervixabstrich, Muttermundabstrich)
Ein PAP-Abstrich ist sozusagen der Frühwarn-Check deines Gebärmutterhalses. Dabei wird mit einem kleinen Bürstchen eine Mini-Probe vom Muttermund genommen – ganz ohne großen Aufwand, aber mit großer Wirkung. Die Zellen werden anschließend im Labor unter dem Mikroskop begutachtet, um zu schauen, ob alles so aussieht, wie es soll – oder ob sich da vielleicht Zellen eingeschlichen haben, die lieber mal genauer beobachtet werden sollten.
Man könnte sagen:
Der TÜV für den Gebärmutterhals – regelmäßig, schnell und lebensrettend.
Was man auf einem PAP-Abstrich erkennen kann:
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Entzündungen oder Reizungen der Schleimhaut
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Pilz- oder Bakterieninfektionen, z. B. durch Gardnerella oder Candida
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Virusbedingte Zellveränderungen, insbesondere durch das HPV-Virus (Humane Papillomaviren)
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Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs (Dysplasien)
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Und in seltenen Fällen bereits bösartige Zellen
Welche histologischen Strukturen sichtbar werden:
Unter dem Mikroskop zeigt der PAP-Abstrich ein buntes Zellmosaik aus verschiedenen Bereichen des Gebärmutterhalses:
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Plattenepithelzellen aus der äußeren Portio (mehrschichtig, teils verhornt oder reif)
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Zylinderepithelzellen aus dem Zervikalkanal (einreihig, schleimproduzierend)
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Metaplastische Zellen, also Übergangsformen zwischen Platten- und Zylinderepithel – besonders spannend, weil hier häufig Zellveränderungen beginnen
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Endozervikale Drüsenzellen mit typischer wabenartiger Struktur
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Entzündungszellen wie neutrophile Granulozyten, Lymphozyten oder Makrophagen
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Erythrozyten (bei leichter Blutung) oder Schleim als Begleitbefund
Kurz gesagt: Der PAP-Abstrich ist ein kleiner Eingriff mit großer diagnostischer Bandbreite – er zeigt nicht nur, ob etwas nicht stimmt, sondern auch wo und in welcher Zellschicht sich Veränderungen abspielen.